Dinge, Kram und Sachen organisieren (Winzige-Wohnung-Edition)

In einigen der nächsten Beiträge soll es darum gehen, wie ich Dinge, Kram und Sachen in meiner 60m²-Bude unterbringe. Bevor es losgeht, hier schon einmal ein paar grundsätzliche Faustregeln zum Organisieren von Kram, die für mich funktionieren:

organisation_bedroom

  1. Nach oben bauen. Kleine Wohnungen sind klein. Deswegen kommt die Anzahl von Schränken und Regalen schnell zu einem Ende, wenn man nicht das Gefühl haben will, in einer Lagerhalle zu hausen. Deswegen ist es sinnvoll, den Platz nach oben zu nutzen. Auf Kleiderschränken ist zum Beispiel massig Raum für Kram – wenn man schöne Kisten dafür nutzt (oder hässliche, die man beklebt), kann man dort noch unzählige Sachen abstellen, die man im Alltag nicht braucht.
  2. Schöne Dinge sichtbar machen. Trage ich oft Highheels? Nein. Sehen sie stark aus? Definitiv. Deswegen kann man die guten Teile auch dekorativ verstauen – ich habe zum Beispiel Handtuchstangen an die Wand geschraubt und meine Highheels an den Absätzen daran aufgehängt. Das gleiche Prinzip gilt für Nagellack, Sonnenbrillen, Schmuck, schöne Kosmetik und dererlei. In weiteren Beiträgen werde ich das mal detailliert zeigen.
  3. Platz in Regalen nutzen. Häufig sind Regalflächen tiefer als ihr Inhalt. Von meiner lieben Nachbarin habe ich diesen ziemlich guten Trick für DVDs oder Bücher: Auf den hinteren Teil der Regalflächen stellt ihr schmale Kartons, auf denen eine Reihe Bücher Platz hat, davor kommt eine weitere Reihe Bücher. So könnt ihr die Einbände beider Reihen sehen, obwohl sie voreinander stehen (REIM!). Platz vor Kram im Regal kann auch genutzt werden, um Dinge auszustellen, die zu schön sind, um in einer Schublade ihr Dasein zu fristen.
  4. Altes nutzen statt Neues kaufen. Ich bin ein großer Fan von dem, was man heutzutage „Upcycling“ nennt. Erstens spart man eine Menge Geld, wenn man Neues aufpoliert. Zweitens ist es bequemer, denn man kann sich die Mühe sparen, den Kram zum Recycling-Hof zu fahren (ohne Auto ein besonderer Spaß) oder sich mit Kleinanzeigen herumzuschlagen. Der dritte Punkt ist ein toller Nebeneffekt dieser faulen Pfennigfuchserei – man spart enorm an Ressourcen und tut damit der Umwelt etwas Gutes. Sachen, die ich aufpoliert habe, werden in diesem Blog übrigens auch ihren gebührenden Platz finden, aber um ein paar griffige Beispiele zu nennen: alte Teller werden zu Farbpaletten, alte Rahmen zu Pinnwänden, alte Gläser zu Pinselhaltern und – darauf bin ich besonders Stolz – alte Faxe-Dosen zu Rührbehältern für den Pürierstab (es war die Wikinger-Edition, sowas tut man nicht weg). Bevor ihr etwas neues anschaffen wollt, checkt erstmal euren Kram – vielleicht ist das richtige schon in einer anderen Form dabei.
  5. Kramschubladen meiden. Ich habe Schubladen und Kästen für Kram. Das ist im Prinzip nicht schlecht, weil man für Projekte immer wieder mal das eine oder andere Teil gebrauchen kann. Trotzdem sollte man ab und zu auch diese Schubladen aussortieren und den Kram auf seine Sinnhaftigkeit prüfen. Das führt mich direkt zum nächsten Punkt, der da lautet:
  6. Aussortieren. Ein sensibles Thema für Menschen mit einer Schwäche für Dinge, Kram und Sachen. Ich habe einen Haufen Krempel, den ich einfach nicht wegschmeißen kann, obwohl er nichts macht, als vollzustauben (bestes Beispiel: eine Thaddäus-Tentakel-Actionfigur). Ich liebe diesen Krempel aber. Er soll nicht gehen. Dafür habe ich einen Platz gefunden. Bei Sachen ohne sentimentalen Wert darf man aber ruhig differenzieren. Klamotten, die über ein Jahr lang nicht getragen wurden können weg. Ihr zieht es wirklich nicht mehr an. Alle Sachen, deren Zweck ihr nur wertschätzt, wenn ihr überlegt, euch davon zu trennen – raus (ja, ich sehe dich an, Boxsack). Es gibt tausende Wege sich von Sachen zu trennen – Kleinanzeigen, Flohmärkte, aber auch Sozialkaufhäuser und Flüchtlingsunterkünfte, die sich über Sachspenden freuen. Ich stelle Kleinkram wie etwa Tassen, die zu viel sind, manchmal einfach mit einem „Zu Verschenken“-Zettel versehen auf den Mülleimer in meiner Nachbarschaft. Der Effekt ist dann der gleiche, wie bei dem berühmten Bermuda-Dreieck aus How I Met Your Mother. Irgendwer kann es sicher besser gebrauchen als ihr.

Sich von Sachen zu trennen macht übrigens auch die Seele leichter. Die Wohnung ist luftiger. Umzüge funktionieren einfacher. Aufräumen und Saubermachen geht leichter von der Hand. Organisieren tut gut.

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Ein Gedanke zu “Dinge, Kram und Sachen organisieren (Winzige-Wohnung-Edition)

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