Kaninchenragout

Wir haben ein Kaninchen geschenkt bekommen. Eins zum essen. Jetzt steh ich da mit diesem Riesenvieh und frage mich, was ich damit anstelle. Google sagte mir, dass man die Läufe und den Rücken unterschiedlich zubereitet, da die Läufe anders schmecken. Die Beinchen sind also mit Hilfe aus der unschlagbaren Kombination aus Messer und Schnitzelklopfer abgekommen, aus dem Körper wurde ein Ragout. Und schmeckt’s? Aber Hallo! Ich erzähle euch, wie ich das Ragout gemacht habe und außerdem, wie man die klassischen Winteressen-Begleiter Rotkohl und Klöße auf schlesische Art zubereitet (nach fachmännischen Rezepten vom Stollenzocker).

Kaninchen ragù

Was ihr braucht:

Für’s Ragout

  • Ein Kaninchen ohne Läufe
  • ein Viertel Sellerie
  • drei Karotten
  • 1 Stange Porree
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 300 ml Rotwein
  • Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter
  • Tomatenmark

Für die Kluski (pi mal Daumen)

  • etwa 400 g Kartoffeln
  • Kartoffelmehl
  • 1 Eigelb
  • Salz

Für den Rotkohl (pi mal Daumen)

  • 1 Rotkohl
  • Essig
  • Bauchspeck
  • Zwiebeln
  • Salz

 

Dann mal los:

Der Rotkohl

Den Rotkohl in feine Streifen schneiden und mit Wasser Kochen. Den Bauchspeck in einem weiteren Topf auslassen und die gehackten Zwiebeln darin anbraten. Der Rotkohl braucht schon so 1-2 Stunden, bis er fertig ist – in der Zwischenzeit kann man das Ragout zubereiten. Wenn der Rotkohl die gewünschte Konsistenz hat, das Wasser abgießen und Speck und Zwiebeln untermischen.

Das Ragout

Zunächst die Innereien Entfernen und Leber, Nieren und Herz ganz fein schneiden – das kommt vor allem Nicht-Leber-Fans wie mir zugute. Das Fleisch mit einem Messer von den Knochen entfernen und in Würfel schneiden. Das Fleisch in einem großen Topf in Fett anbraten (ich habe Butter verwendet) und dann das Gemüse und die Innereien dazugeben. Alles etwas anschwitzen und dann mit Rotwein ablöschen. Lorbeerblätter, Salz und Tomatenmark hinzufügen. Jetzt schmort das Ragout vor sich hin. In dem Ragout kann man auch die Knochen mitgaren. Nach etwas Zeit kann man die Knochen dann aus dem Topf entfernen, das restliche Fleisch von den Knochen entfernen und es ins Ragout zurückgeben. Das Ragout kann jetzt auf kleiner Hitze köcheln, bis der Rotkohl fertig ist. Kurz vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kluski

Für den Kluski-Teig die Kartoffeln schälen, kochen und stampfen. Ei und Kartoffelmehl hinzufügen. Ein gutes Verhältnis zwischen Kartoffelmehl und Kartoffeln erhält man, wenn man ein Viertel der gestampften Kartoffeln aus dem Topf nimmt und das entstandene Viertel mit Kartoffelmehl auffüllt. Die herausgenommenen Stampfkartoffeln dann wieder hinzufügen und alles gut vermischen. Der Teig sollte so sein, dass er nicht zu sehr klebt und sich gut formen lässt. Nach bedarf etwas mehr Kartoffelmehl, oder wenn der Teig zu trocken ist, ein zusätzliches Eigelb hinzufügen. Die Kluski werden dann in kleine Kugeln (etwa drei Zentimeter Durchmesser) geformt. Kurz bevor das restliche Essen servierfertig ist, die Kluski in kochendes Wasser geben und herausnehmen, wenn sie oben schwimmen.

Halluzienogene wünscht einen guten Appetit! ❤

 

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